Interobedienzielle Plattform

Die UFL ist die einzige Grosslogen-übergreifende Plattform, an der sich Freimaurer und Freimaurerinnen aller Grade an einem neutralen Ort zu freimaurerischen Vorträgen treffen und austauschen.

Bei der UFL finden keine rituellen Arbeiten statt, und die UFL ist keine «Forschungsloge».

Es geht ausdrücklich darum, den Freimaurinnen und Freimaurern aus Logen aller freimaurerischen Grosslogen vorurteils- und wertefrei «auf der Setzwaage (Wasserwaage)» zu begegnen, d.h. es werden bei den Angeboten keine Unterschiede gemacht zwischen Grade oder Ausrichtung der freimaurerischen Grossloge. Seit 1905 ist dieses liberale Prinzip ein demokratischer Grundpfeiler der UFL. Im Gegensatz etwa zur «Wolfstieg-Gesellschaft» (Grad- und Grosslogenspezifische Angebote, sowie freimaurerische Forschungsarbeiten) unterscheidet sich die UFL dahingehend wesentlich zugunsten einer in jeder Hinsicht gelebten Toleranz.

Die UFL pflegt den freimaurerischen Austausch bei allen Anlässen auf gleicher Augenhöhe.

In Zürich wird die UFL 2003 wieder aktiviert und deckt die Region Deutschschweiz ab. Die Vorträge zu freimaurerischen Themen (in der Regel vier Mal jährlich) werden in einem Zunfthaus in Zürich gehalten.

2023 feiert die UFL-Zürich ihr 20-jähriges Bestehen und blickt auf eine spannende Zeit mit über 80 Vorträgen zurück.

Da die Schweiz (im Gegensatz etwa zu Deutschland) relativ kleinräumig ist, bietet sich für die Deutschschweiz der gut erreichbare Austragungsort Zürich an. Beim zusätzlichen Austausch mit Speis und Trank entstehen über den Anlass hinausführende vertiefte Gespräche.

Aufgrund von besonderen Umständen (z.B. Pandemie) können UFL-Angebote auch virtuell umgesetzt werden.

Die UFL hält sich konsequent aus obedienziellen Fragen heraus und führt keine «Tempelarbeiten» durch. Sie fokussiert auf den freimaurerischen Gedankenaustausch und legt zudem den Schwerpunkt auf die Erweiterung und Vertiefung der Kontakte zwischen den Freimaurern und Freimaurerinnen verschiedener Grosslogen (Obedienzen) und Nationalitäten, wobei die UFL in jeder Hinsicht eine strikte Neutralität bewahrt.

 

Förderung von Toleranz und Solidarität

Der Dachverband UFL-International ist ein 1905 in der Schweiz gegründeter und gefestigter Verein, der aus weltweiten Landes- oder Regionalgruppen  besteht, die ihrerseits Sektionen umfassen können. Die Landesgruppe Schweiz wird 2022 aufgelöst. Seither unterstehen die beiden Regionalgruppen UFL-Deutschschweiz und UFL-Romandie direkt der UFL-International.

Die UFL-International organisiert jährliche Zusammenkünfte. In der Schweiz findet der erste «Weltkongress» 1906 in Genf statt, ein Jahr nach der Gründung der UFL, und letztmals 2007 im Logengebäude auf dem Lindenhof in Zürich.

Seit rund 120 Jahren bezweckt die UFL die Umsetzung des freimaurerischen Gedankenguts der weltumspannenden Bruderkette und Solidarität und wirkt vorurteilsfrei verbindend zwischen den verschiedenen Obedienzen und Riten.

Es werden regelmässig Referenten eingeladen, deren Vorträge die Aspekte dieser freimaurerischen Grundwerte beleuchten und vertiefen.

Einige Beispiele aus der breiten Palette der gehaltenen Vorträge: «Logos und Existenz», «Agios Oros, Halbinsel Athos», «FM und Platons Höhlengleichnis», «Liberté Chérie, eine Loge im KZ», «Alchemie in der Freimaurerei», «Droht uns die Unsterblichkeit?», «FM und Chartres», «Das 4. Kleine Licht», «Renaissance und soziale Fragen», «Einsatz am Salomonischen Tempel», «FM und Villard de Honnecourt», «Goldener Schnitt» etc.

 

Chain of brotherhood reloaded

Als 1905 die UFL gegründet wird, ist dies primär ein Akt zur Überwindung der Grabenkämpfe zwischen der englisch und der französisch orientierten Freimaurerei. Die nationenübergreifende Idee der «Welthilfssprache» Esperanto untermauert damals die aufkommende Internationalität, weshalb sich früher viele Freimaurer mit Esperanto auseinandersetzen.

Von Anfang an findet die UFL breite Unterstützung von liberalen Freimaurern aus allen Grosslogen, denn die Bildung einer «echten Weltbruderkette», die nationale und obedienzielle Grenzen überwindet und in Zeiten von Krieg und Frieden unterstützend wirkt, war und ist bis heute faszinierend.

 

Weitere Informationen finden Sie in unserer Agenda.